"Wie ist das denn jetzt wieder gemeint?", werde ich von Freundinnen mindestens so oft gefragt, wie ich das von ihnen wissen will. Was folgt, ist ein exzessives Verschicken von Screenshots an mindestens drei Personen. Eine Meinung reicht nicht.
Was sich in den meisten Fällen dann rausstellt: Er meinte es so, wie er es gesagt hat. Keine Zweideutigkeiten, keine versteckte Botschaft. Dass er ohne Emoji antwortete, bedeutete nicht das befürchtete Ende der Beziehung. Alles gut - bis zur nächsten Nachricht.
Wie viel Zeit verbringen wir damit, uns die absurdesten Szenarien zurechtzubasteln? Wie viel damit, uns in diese reinzusteigern, bis sie die einzig logische Erklärung sind? Und vor allem, wie lange wird es dauern diese Angewohnheit abzulegen?
Es ist nunmal so, dass sich manche auch durchaus klar ausdrücken können, in einem Satz. Wie auch immer ihr das macht, Hut ab. Nicht jeder verpackt in einer passiv-aggressiven Nachricht drei Aussagen, die sich im besten Fall noch widersprechen. Was denn? Das ist echt ein Meisterwerk. Ich bin da manchmal schon stolz drauf, würde es einem nicht alles komplizierter machen, als es sein müsste.
Was ich sagen will ist, warum akzeptieren wir das dann nicht so. Er sagt er hat kein Problem, dann hat er auch keins. Sie sagt sie freut sich auf später, aber hat keinen Smiley dahintergesetzt? Sie freut sich trotzdem. Wäre es anders, würden sie es sagen. Simple as that.
Trotzdem zweifeln wir andauernd. Ein neues Drama bahnt sich an. Moment, ist das vorherige überhaupt wirklich schon gelöst?
Und damit stellt sich mir die Frage, ob das eigentliche Problem wirklich derjenige ist, der zu viel nachdenkt. Der zweifelt, der misstraut, der Angst hat etwas wirklich vermurkst zu haben. Denn all das tut er ja nicht aus Spaß. Ach, heute mache ich mich den ganzen Tag verrückt, weil ich wieder drei neue Theorien zur aktuellen Situation habe... Macht keiner so wirklich. Nein, man gibt uns Gründe. Man gibt uns Anzeichen, Aussagen und wirklich verdammt nochmal Gründe, warum wir so auf worst case Szenarien abfahren.
Man denkt das Problem ist, dass wir zu viel denken? Nein, das Problem ist, dass manche eine widerliche Scheißart an sich haben, die einen quasi dazu zwingt, Dinge zu hinterfragen. Und wieso verschwendet man für sowas dann seine Energie?
Könnte man ja eigentlich mal drüber nachdenken.
Und damit stellt sich mir die Frage, ob das eigentliche Problem wirklich derjenige ist, der zu viel nachdenkt. Der zweifelt, der misstraut, der Angst hat etwas wirklich vermurkst zu haben. Denn all das tut er ja nicht aus Spaß. Ach, heute mache ich mich den ganzen Tag verrückt, weil ich wieder drei neue Theorien zur aktuellen Situation habe... Macht keiner so wirklich. Nein, man gibt uns Gründe. Man gibt uns Anzeichen, Aussagen und wirklich verdammt nochmal Gründe, warum wir so auf worst case Szenarien abfahren.
Man denkt das Problem ist, dass wir zu viel denken? Nein, das Problem ist, dass manche eine widerliche Scheißart an sich haben, die einen quasi dazu zwingt, Dinge zu hinterfragen. Und wieso verschwendet man für sowas dann seine Energie?
Könnte man ja eigentlich mal drüber nachdenken.