Dienstag, 11. April 2017

*Lebenszeichen*

Sonntag, 12. Juni 2016

you're my poetry in motion, forever


i know
it’s been months and still 

he left and came back and now? 
he left again, you knew he would

maybe he never came back
maybe he wasn’t even there at all

i know it’s annoying
when i said it’s okay and i’m done
but please don’t mention his name

but how I stare blankly if you do

you think i meant it 
when i said it’s okay and i’m done

i’m hiding it but sometimes i ask
when will it end? when will it stop? when?

you say soon you say soon fucking soon
or you roll your eyes or sigh or both

cause it’s been months and still

or you just stare at me and say nothing
and wait until I switch topics

you say it’s just heartbreak 
it is just heartbreak
just heartbreak

i know

when will it end?

i’m hiding it but sometimes
when will it stop? 

he left
it’s been months

wait until I switch topics

it’s just heartbreak

it’s okay and i’m done


               -  but please don’t mention his name (#120616)

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Zukunftsvision

Wir sitzen da und verfluchen dieses Jahr. Warum wir wieder den 31. Dezember haben, und immer noch hoffen, dass das nächste Jahr endlich besser für uns wird. So wie wir es schon vor fünf Jahren getan haben. Wir werden all die Verluste und Niederlagen der letzten 365 Tage aufzählen, und immer mehr erkennen, wie sehr uns all das gezeichnet hat. Wir könnten Nummern und Chats von Menschen löschen, die uns längst vergessen haben, aber wir schaffen es nicht. Betrunken und vom Verstand verlassen, werden wir in der nächsten Nacht alte Nachrichten lesen und wir werden alles fühlen, was uns lange dieses Jahr verfolgt hat und es wahrscheinlich noch bis heute tut. 
Es wird weit nach Mitternacht sein und es ist immer noch alles beim alten. Die Dinge ändern sich nicht und die Erinnerungen bleiben, die Probleme werden nicht kleiner, und wir werden weiterhin die gleichen Dinge träumen wie seit Wochen. Unsere Herzen werden gebrochen bleiben und wir werden weiterhin versuchen all das zu verdrängen, jeden Tag aufs Neue, 365 Mal. 
Wir können nächstes Jahr die Stadt verlassen und so naiv sein zu glauben, dass uns diese Flucht vergessen lassen wird. Dass wir uns selbst finden und unseren Wert erkennen. Wir können dann nach Monaten wieder kommen, und die Realität wird uns einholen. Wir suchen uns neue Jobs und neue Unis, neue Freunde und vielleicht, ganz vielleicht treffen wir jemanden, dem wir aber niemals eine Chance geben werden, weil wir nach Flucht und Rückkehr und Neubeginn und Selbstfindung immer noch auf etwas hoffen, was wir lange verloren haben. 

Wir können heute Nacht in den Himmel schauen und an das denken, was wir letztes Jahr um die Zeit gesagt haben. Die Person hält dich aber nie mehr um dich zu küssen. Du hast nicht mehr Sport gemacht und du rauchst und trinkst immer noch mehr als gut ist. 
Wir finden uns damit ab, dass es nichts ist als ein neues Datum. Wir können das Jahr nicht schließen und wegwerfen, wie einen alten Kalender. 
Wir werden Ende nächsten Jahres da sitzen und das Jahr verfluchen. Alle Niederlagen und Verluste der letzten 365 Tage aufzählen. Und dabei immer noch mit dem kämpfen, was uns dieses Jahr passiert ist. 
Wir waren bis zum Ende diesen Jahres geprägt und nehmen all das mit ins neue Jahr. Wir nehmen jeden Tag ein bisschen mehr mit, wir verdrängen immer weiter aber vergessen nie. Wir werden die Wunden immer wieder berühren, um sie nie verheilen zu lassen.